Weiter Weg zur hohen Verfügbarkeit

Sicherheitsmaßnahmen

Die Infrastruktur eines Rechenzentrums fängt bereits auf dem Firmengelände an. Das Gebäude sollte sich in einem unproblematischen geografischen Bereich befinden, der nicht schon allein durch seine Lage beispielsweise durch Gewässer, Trassenverläufe oder Verkehr potentiell gefährdet ist. Auch das Gebäude selbst sollte von der Bausubstanz her für Rechenzentren geeignet sein – und beispielsweise dessen Mauerfestigkeit den DIN 1045 und 1053 entsprechen. Innerhalb des Gebäudes sollten die sensiblen IT-Komponenten wiederum nicht in Problembereichen wie dem Untergeschoss oder dem Dachbereich untergebracht sein. Türen und Fenster müssen nach EN 1627ausreichend widerstandsfähig sein. Ein Überschwemmungsschutz sollte baulich über Schwellen, Pumpensümpfe und auch doppelwandige Rohre sichergestellt sein. Und es empfiehlt sich, alle flüssigkeitsführenden Systeme mit Leckageüberwachungssystemen zu kontrollieren.

Nach dem Gebäude selbst sollte der Zugang zum Rechenzentrum und den einzelnen Bereichen innerhalb des RZ durch ein Sicherheits- und Schutzkonzept mit abgestuften Maßnahmen (so genanntes Zwiebelkonzept) gesichert werden. Hierzu gehören beispielsweise ein Perimeterschutz am Zaun, die Überwachung der Zugänge und Fenster mit Einbruchmeldern wie Glasbruchmelder und Türkontakte sowie die Überwachung von Verkehr mit Bewegungsmeldern. Um nur berechtigte Personen in das Gebäude zu lassen, sollte ein Zugang über Ausweisleser implementiert sein. Den Zugang zum RZ-Kernbereich ist über Vereinzelungsschleusen (wer reingeht muss auch wieder raus) abzusichern. Schließlich empfiehlt sich eine Videoüberwachung der Außenhaut des Gebäudes, von Verkehr (Flurbereiche) und des RZ-Kernbereichs. Regelmäßige Rundgänge durch einen Sicherheitsdienst sorgen für ein weiteres Maß an Sicherheit.

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