Es muss nicht immer Exchange sein
30.000 mal verheiratet
Schließlich bereitete ein drittes Problem den Administrator Kopfzerbrechen. Denn der technische Leiter von Hofmann Infocom wollte auf seinem neuen Notebook seine Termine offline verfügbar haben und diese bei einer Netzwerk mit dem Mailserver synchron. Hierfür bietet Kerio ein kostenloses Synchronisations-Plug-In an. Nachdem der Mitarbeiter seine zirka 300 Termine wie Geburtstage, Urlaub und seinen Hochzeitstag eingetragen hatte, begannen sich die Termine eines Tag zu vervielfachen. Beim Versuch, die vermehrten Termine zwischen Notebook und Server zu replizieren, vermehrten sie sich noch mehr, so dass bei zirka 30.000 Termineinträgen in Outlook der Arbeitsplatzrechner nicht mehr benutzbar war. Administrator Horst stand kurz vor der Verzweiflung, da ausgerechnet derjenige, der vorbildlich die Groupware-Funktion nutzen wollte, so bestraft wurde.
Wieder versuchte das Team gemeinsam mit dem Systemhaus für die Client, Kerio und brainworks den Fehler zu finden. Wie System Engineer Kochanski bei seinen Recherchen auf inoffiziellem Weg von Microsoft erfuhr, tritt das Problem auch mit Exchange-Server auf, wenn Termine von 0 Uhr bis 0 Uhr des nächsten Tag verlaufen, "ganztägig" eingetragen sind oder über mehrere Tag gehen. Zwischenzeitlich versuchten die Administrator, die Termine komplett auf Client und Server zu löschen und neu anzulegen. Die Arbeitshypothese für diesen Versuch war, dass die Verbindung zum Abbruch der Synchronisation führten. Jedoch tauchte nach der Inbetriebnahme der Glasfaser dasselbe Problem wieder auf. Kurz nach Weihnachten gab es dann sowohl von Microsoft wie von Kerio ein Update, mit dem das Problem nun gelöst ist.