Es muss nicht immer Exchange sein

Problemlösungen

Zusammen mit Kerio und dem deutschen Distributor brainworks versuchte das Team um Wächter und Kochanski eine Lösung zu finden, jedoch zunächst ohne Erfolg. Dann erinnerte sich Ewald Wächter, der auch das Verwaltungsnetz gelegentlich administriert, an ein Glasfaserkabel zwischen Verwaltung und Produktion, das ursprünglich für ein redundant RAID-System verlegt worden war. Dies nutzte Hofmann kurzerhand, um eine direkte Verbindung von dem Verwaltungsnetz zur Haupt-Firewall herzustellen. Dazu musste lediglich in der Firewall eine GB-Glasfaser eingebaut werden. Danach gehörten die Timeout und Lizenzprobleme der Vergangenheit an. Trotzdem kostete das Problem rund vier Wochen Zeit: drei Wochen für die Analyse und Lösungsversuche sowie eine weitere Woche, um auf die benötigten Bauteile zu warten.

Ein weiteres Problem trat dann bei der Übernahme der Mailkonten auf. Kerio liefert zwar mit ihrem Mailserver ein Migrationstool für Exchange-Konten mit. Dies funktionierte jedoch nicht, was ebenfalls an der NAT-Firewall lag. Prokurist Wächter entschied sich daher für eine manuelle Migration: "Ich hatte die Wahl zwischen mindestens zwei Stunden experimentieren und einer Stunde Handarbeit. Da viel die Entscheidung leicht". Der Administrator Florian Horst sicherte nun von seinem Arbeitsplatz aus die jeweiligen Benutzer in eine PS-Datei und spielte sie auf den neuen Mailserver zurück.

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