Es muss nicht immer Exchange sein

Migration der Verwaltung

In der Praxis erwies sich die Migration der Benutzer in der Verwaltung jedoch als deutlich schwieriger als erwartet. Ein Problem lag dabei bei den eingesetzten Firewall des deutschen Unternehmens Gateprotect. Eine Hauptfirewall sichert bei Hofmann Infocom das Unternehmen gegenüber dem Internet ab. Dort sind auch der Mail-, FTP- und Webserver in jeweils einer eigenen demilitarisierten Zone angeschlossen. Eine zweite Gateprotect-Firewall trennt das Produktionsnetz von der Verwaltung und teilt die Produktion selbst in drei Subnetz auf, von denen eines beispielsweise die Druckmaschinen verbindet und auch für Service von Heidelberger Druck offen ist.

Bei der Kommunikation der Outlook-XP-Client in der Verwaltung mit dem Kerio Mailserver in der DM der Produktion traten nach der Migration plötzlich erhebliche Timeout auf, was die Nutzer naturgemäß wenig erfreute. Zudem meldete der Kerio Mailserver eine Überschreitung der vorhandenen Lizenzen. Dies war darauf zurückzuführen, dass der Mailserver pro IP-Adresse eine bestimmte Anzahl von Verbindung zulässt. Da durch Network Address Translation (NAT) auf der internen Firewall alle Client der Verwaltung gegenüber dem Mailserver wie ein einziger Client mit über 100 Verbindung auftraten, verweigerte der Mailserver irgendwann mit "Lizenzproblemen" den Dienst. "Outlook macht beispielsweise mindestens jeweils eine Verbindung zum Senden und zum Empfangen von Mails auf, was bei 100 User zu mindestens 200 Verbindung führt – die von einer IP-Adresse kommen", verdeutlicht Kochanski.

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