Es muss nicht immer Exchange sein
Migration der Produktion
Für Prokurist Wächter war die Entscheidung relativ leicht, da sowohl die Preisvorteile als auch die enthaltenen Funktion für den Kerio Mailserver sprachen. Insgesamt dauerte der Prozess von der Bedarferkennung bis zur Bestellung des Produkts sechs Wochen. Die Installation erfolgte wenige Tag nach Lieferung an einem Samstagvormittag und war nach vier Stunden abgeschlossen. Weitere vier Stunden benötigte der Administrator, um die E-Mail-Adresse der 20 Benutzer einzurichten und die alten Mails vom Postfix-Server zu übernehmen. Dazu loggte sich der Administrator auf seinem Client in jedes Benutzer ein, sicherte die enthaltenen E-Mails in eine lokale Datei und spielte sie dann auf den neuen Server zurück. Der Eintrag des neuen Mailserver auf den Client erfolgte per Hand. Der Kerio Mailserver 6 läuft nun seit April 2005 unter Fedora Core 4 Linux auf einem Rack mit einer Höheneinheit, der mit einer 3,2 GHz Pentium-4-CPU, 2 GB Arbeitsspeicher und einer 200-GB-Festplatte ausgestattet ist. Die Platte wird zeitversetzt auf eine weitere 200-GB-Platte über eine von ZKCS entwickelte Software geklont.
Nach der reibungslosen Umstellung des Mailserver in der Produktion sollten im August 2005 im Zuge der Modernisierung der IT in der Verwaltung auch die Mailkonten von dem dortigen Exchange-Server 5.5 auf den Kerio Mailserver migriert werden. Zudem bereitete die Tatsache Probleme, dass bestimmte E-Mailadressen unter derselben Domain auf verschiedene Server verteilt werden mussten. So kamen früher beispielsweise E-Mails auf dem Postfix-Server an, die dieser an eine hinterlegte Alias-Adresse zurück an den Provider schickte, der sie dann wiederum auf dem Exchange-Server zustellte. Nachdem Hofmann die zuvor getrennten Netz der Produktion und Verwaltung über eine interne Firewall miteinander verbunden hatte, kamen diese Mails dann auf dem Kerio Mailserver an und wurden intern weitergeleitet. Das schränkte jedoch den Spam-Schutz stark ein, da hierfür eine Domain eingerichtet werden musste.
Eine Modernisierung des Exchange-Server der Verwaltung von der Version 5.5 auf 2003 wäre im Vergleich zu 60 weiteren Kerio-Lizenzen zu teuer gewesen und hätte weiterhin zwei zu administrierende Systeme bedeutet. "Zudem kann der Kerio Mailserver 6 was die Groupware-Funktion betrifft mit Exchange gut mithalten", erklärt System Engineer Kochanski. Nach zwei Wochen fällte Prokurist Wächter auch hier die Entscheidung zugunsten Kerios. Da die Hardware des vorhandenen Kerio Mailserver bereits großzügig genug ausgelegt war mussten nur die weiteren Lizenzen beschafft werden.